Sonntag, 30. März 2008

Farbe, nicht bunt...

...hieß das Motto des "Nordring Fotowettbewerbs 2007", den die Itzehoer Lichtbildfreunde kürzlich zusammen mit ein paar anderen Fotoclubs aus Schleswig-Holstein veranstaltet haben.

Das klingt fast ein bisschen verschämt. Selbst Newton hat ein paar Farbaufnahmen veröffentlicht, und auch Cartier-Bresson soll es mal versucht haben. Warum also nicht mal richtig aus dem Vollen schöpfen:


Gut, das ich an dem Wettbwerb nicht teilgenommen habe. Das Bild wäre sicher auf dem letzten Platz gelandet ;-)

Es zeigt übrigens einen winzigen Ausschnitt des Waldlehrpfads in Burg / Dithmarschen. Dank seitlich einfallender Abendsonne und knapper Belichtung sah das Bild schon bei der Aufnahme fast so aus wie hier. Mit ein paar moderaten Korrekturen an Sättigung und Helligkeit habe ich die Leuchtkraft der Farben noch etwas herausgearbeitet.

Samstag, 29. März 2008

Alsen Abriss Update

Letzte Woche hatte ich über den aktuellen Abriss auf dem Alsen-Gelände bei Itzehoe berichtet. Auch der letzte Teil der betroffenen Gebäudegruppe, die ehemalige Verladestation, ist nun fast vollständig verschwunden.

Am Mittwoch sah es so aus:


Und gestern so:


Formal scheint der Status des Geländes nicht vollständig geklärt zu sein. Die Stadt Itzehoe will fünf Hektar kaufen und benötigt dafür Fördergelder, die aber noch nicht bewilligt sind. Die Abrissarbeiten wurden offenbar unter der Annahme begonnen, dass diese Gelder tatsächlich fliessen.

Was anschließend mit dem Gelände passiert, ist ebenfalls noch nicht völlig klar. "Kultur" soll dabei eine wichtige Rolle spielen, so stand es heute in der Norddeutschen Rundschau.

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Mittwoch, 26. März 2008

Dithmarscher Geest

Wir waren heute zu einem kurzen Ausflug in Dithmarschen. Zwischen zwei Schneeschauern gab es auch mal blauen Himmel mit schönen Wolkenformationen:


Entstanden ist die Aufnahme westlich des Flughafens Hopen bei St. Michaelisdonn, direkt am Rande der Geest.

Wie hügelig diese Landschaft ist, zeigt das zweite Bild:


Die Geestrücken prägen an vielen Stellen das Bild der Dithmarscher Landschaft. Diese Relikte aus der letzten bzw. vorletzten Eiszeit können eine Höhe von bis zu 60 m erreichen. Für schleswig-holsteinische Verhältnisse beachtliche Erhebungen also!

Auch ein kleiner See befindet sich in der Nähe:


Wie man dort hinkommt seht ihr in Google Maps. Einfach zum Flughafen hochfahren und diesen dann per pedes im Uhrzeigersinn umrunden (ca. 5 km).

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Montag, 24. März 2008

Jasmin im Spiegel

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Sonntag, 23. März 2008

Original und Fälschung

Wer Reportagefotografie mag, wird das Buch Zintstoff von Günter Zint lieben.

Vom Aufbau bis zum Fall der Berliner Mauer, von der APO bis zur Anti-AKW-Bewegung, von Hannes Wader bis zu Günter Wallraff hat der Fotograf 50 Jahre deutscher Geschichte festgehalten und in einzigartigen Schwarz-Weiss-Aufnahmen dokumentiert. Im Gegensatz zu den meisten Kollegen war er dabei nicht nur Außenstehender, sondern hat als politisch aktiver Journalist die Szene und ihre Subkulturen quasi von innen heraus betrachtet.

Das Buch mit der ISBN 978-3-86568-317-5 ist im Michael Imhof Verlag erschienen und kostet 24,90 €.

Seltsam fand ich eine Aufnahme des Kernkraftwerks Brokdorf (auf Seite 235 unten), die vermutlich aus den 80er Jahren stammt:


Als ich die Seite aufschlug, hatte ich gleich das Gefühl, dass mit dem Bild etwas nicht stimmt. Und tatsächlich, die Abbildung ist seitenverkehrt!

In Wirklichkeit sieht es dort nämlich so aus:


Na ja, das tut dem ansonsten tollen Buch keinerlei Abbruch.

Ich will bei dieser Gelgenheit auch gerne eingestehen, dass ich das von Herrn Zint abgelichtete Motiv in dieser Form noch nicht entdeckt hatte. Und das, obwohl ich schon dutzende Male dort unterwegs war. Hut ab vor dem geschulten Auge eines erfahrenen Fotografen!

Samstag, 22. März 2008

Qya jagt Emma

Das folgende Bild zeigt Emma beim Spielen mit Qya.

Würde man ausschließlich ästhetische Maßstäbe zu Grunde legen, wäre die Aufnahme problematisch. Weder technisch noch kompositorisch ist sie zufriedenstellend:


Aber Fotografien haben natürlich nicht nur ästhetische Aspekte. So zielt z.B. Regel 1 aus HASCOI AD BAA LIE ("Have a strong center of interest") auch auf die inhaltliche Komponente einer Aufnahme. Sie fragt nicht nur nach dem WIE, sondern auch nach dem, WAS fotografiert wurde.

Und das ist in diesem Fall durchaus von Interesse.

Für die anwesenden Hundebesitzer hält das Bild einen entscheidenden Augenblick fest, den sie in Echtzeit nicht wahrnehmen konnten (HCB lässt grüßen). Darüber hinaus geben Gestik und Mimik der Tiere einen Einblick in die "Befindlichkeiten" von Jäger und Gejagtem (in halbernster Situation).

Die unterschiedliche Kenntniss und Gewichtung von inhaltlichen und ästhetischen Kriterien ist einer der Gründe dafür, dass ein und dasselbe Foto von verschiedenen Betrachtern, zu wechselnden Zeitpunkten oder in einer anderen Situation oft völlig unterschiedlich bewertet wird.

Während sich Oma begeistert den verwackelten Schnappschuss des Enkels an die Wand hängt, hat dasselbe Bild in einem Fotowettbewerb normalerweise keine Chance. Oma sieht vorwiegend das WAS, den süßen Enkel, immerhin einen nahen Abkömmling der Familie. Für die bildästhetisch geschulten Juroren hat diese Beziehung dagegen keine Bedeutung. Sie interessieren sich für das WIE der Aufnahme, für seine Gestaltung oder die Lichtsetzung.

Beide Betrachter bewerten ein und dasselbe das Bild unterschiedlich.

Und beide haben gute Gründe dafür!

PS. Die Dinge würden natürlich anders liegen, wenn Oma eine ausgebildete Fotografin oder einer der Juroren selbst mit dem Kindchen verwandt wäre ;-)

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Donnerstag, 20. März 2008

Abriss auf Alsen geht weiter

Ende Januar haben die Bagger begonnen, ein Dreier-Ensemble aus Bürogebäude, Silo und Verladestation dem Erdboden gleich zu machen. Zwei Gebäude sind bereits verschwunden, dem Dritten geht es gerade an den Kragen:


Damit neigt sich die Alsen-Ära weiter ihrem Ende entgegen. Die Stadt Itzehoe will das Gelände kaufen, um es für Gewerbe und Veranstaltungen zu nutzen.

Die folgenden Bilder zeigen die Gebäudegruppe vor dem Abriss:




Sie wurden in den Jahren 2006 und 2007 aufgenommen.

Weitere Informationen gibt es auf Planet Alsen oder in der Wikipedia.

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Dienstag, 18. März 2008

Filmteam

Auf einem Streifzug durch Hamburg konnte ich heute mehrere Filmteams beobachten. Dieses hier war am Jungfernstieg im Einsatz:


Was da gefilmt wurde? Keine Ahnung. Erst dachte ich, die von VERDI organisierten Warnstreiks gegenüber am Alsterhaus. Aber eigentlich war der Aufwand dafür zu groß.

Egal, fotogen war die Gruppe allemal. Vor allem während der paar Sekunden, als ein hellgrauer Laster an der Ampel hinter ihnen hielt und einen schönen ruhigen Hintergrund für die Aufnahme zur Verfügung stellte.

Wohl dem, der den Apparat stets parat hat =:-)

Sonntag, 16. März 2008

Lüttmoorsiel

Nördlich von Husum wurde vor etwa zwanzig Jahren der Beltringharder Koog eingedeicht.

Am westlichen Ende dieses größten Naturschutzgebiets auf dem schleswig-holsteinischen Festland liegt Lüttmoorsiel. Von hier beginnt die Halligbahn nach Nordstrandischmoor ihre Fahrt durch das Wattenmeer:


Die auf einem Pfahldamm fahrenden motorbetriebenen Lorenwagen mit einer Spurweite von 60 cm werden von den Halligarbeitern und -bewohnern zum Materialtransport genutzt.

Zwecks Überwindung des Höhenunterschiedes fährt die Bahn zunächst parallel zum Deich bis zur Deichkrone hinauf:


Dort wird die Fahrtrichtung umgekehrt und es geht hinunter ins Watt:


Da die Fahrstecke nur einspurig ist, gibt es einige Ausweichsstücke, die bei Gegenverkehr angefahren werden können.

In diesem Fall muss einer der Mitfahrenden absteigen und die Weiche per Hand umstellen. Der Fahrer manövriert die Lore dann rückwärts in die Ausweichstelle und nach erfolgter Vorbeifahrt geht es in der ursprünglichen Richtung weiter.

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Dienstag, 11. März 2008

Emma in Kollmar

Freitag, 7. März 2008

Vasco-Da-Gama-Platz

Hamburgs Hafencity macht Fortschritte.

Wo vor gut einem Jahr nur öde Industriebrache zu sehen war, hat eine der größten Baustellen Europas mittlerweile schicke Büro- und Wohnhäuser hervorgebracht. Ein Beispiel ist der kürzlich fertig gestellte Vasco-Da-Gama-Platz an der Wasserpromenade des Dalmannkais:


In der Tradition, Plätze und Straßen nach historischen Seefahrern zu benennen, wird hier an Vasco da Gama erinnert, der gegen Ende des 15. Jarhunderts auf einer großen Reise rund um Afrika den Seeweg nach Indien entdeckte.

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Montag, 3. März 2008

Emma

Seit genau einer Woche haben wir ein neues Mitglied in der Familie:


Die junge Dame hört auf den Namen "Emma" und ist ziemlich verspielt. Sie hat blondes Haar und lange Beine und geht gerne spazieren:


Nun dürft ihr raten: Wer von den beiden ist wohl gemeint?

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Sonntag, 2. März 2008

Verschub abgeschlossen

Auch der letzte Teil der Verschubarbeiten ist nun abgeschlossen. Die neue Strombrücke steht seit Donnerstag an ihrer endgültigen Position:


Damit hat sie ihren sicheren Hafen gerade noch rechtzeitig vor dem Orkantief "Emma" erreicht. Als nächstes wird die Fahrbahn der Strombrücke hergestellt und die Vorlandbrücken gebaut.

Nachfolgend noch ein paar Bilder von dem Trubel, der während der Verschubarbeiten geherrscht hat:





Wenn interessante Aktivitäten zu fotografieren sind, sind wir natürlich wieder dabei.

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